Asylbewerber missbraucht Buben in Kelheim

23-jähriger Asylbewerber hatte sich an einem elfjährigem Buben in der Asylbewerberunterkunft in der Kelheim´er Alleestraße vergangen


Wegen zweifachen sexuellen Missbrauchs von Kindern ist am Dienstag ein 23-jähriger Asylbewerber zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. 

Das Landgericht Regensburg unter Vorsitz von Richter Carl Pfeiffer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Mai letzten Jahres einen elfjährigen Buben zweimal in einen leeren Raum der Asylbewerberunterkunft in der Kelheimer Alleestraße zog, ihn am Unterleib entkleidete und sich an ihm verging. 
 
Der Angeklagte hatte die ihm vorgeworfenen Übergriffe über seinen Anwalt Johannes Büttner zu Prozessauftakt entschieden bestritten. Er gab als möglichen Grund für die angebliche Falschbelastung der irakischen Familie an, mit dieser habe er in letzter Zeit mehrfach Meinungsverschiedenheiten gehabt. 

Außerdem habe er infolge einer Verletzung Erektionsstörungen.

Die angebliche Motivlage der irakischen Familie für eine Falschbezichtigung bestätigte sich durch die Beweisaufnahme aber nicht, sagte Pfeiffer. Zudem habe der Angeklagte eine genaue ärztliche Untersuchung seiner angeblichen Störung abgelehnt. 

„Sichtlich peinlich“

Der elfjährige Bub habe hingegen seine Angaben während der Ermittlungen und vor Gericht in nicht-öffentlicher Sitzung konstant gemacht, die ihm „sichtlich peinlich“ gewesen seien, so das Gericht. Die Kammer sehe keinen Grund, wieso sich das Kind Vorgänge ausdenken sollte, um einen Unbekannten zu Unrecht zu belasten – zudem Vorgänge, die der Bub offenbar selbst nicht vollständig verstand. 

Außerdem habe er den Angeklagten auch entlastet, etwa indem er erklärte, dieser habe von ihm abgelassen, als er vor Schmerzen zu schreien begann. Das Gericht sah den jungen Zeugen als glaubwürdig an, nicht zuletzt wegen der Fülle von „Realkennzeichen“ seiner Aussage. 


Die Vorfälle waren ans Licht gekommen, als sich das Kind in der Unterkunft einem 13-jährigen Mädchen offenbarte. Das erzählte sie seiner Mutter weiter, die sich an die Familie des Buben wandte.

Der Gerichtsvorsitzende rügte jedoch „gravierende Ermittlungsfehler“ bei der Polizeiinspektion Kelheim: So sei die Vernehmungen des Geschädigten ohne einen qualifizierten Dolmetscher erfolgt. 

Der Elfjährige habe den Mann, der damals übersetzte, kaum verstanden. „Zudem ließ sich der Polizeibeamte von dem unqualifizierten Dolmetscher eine Täterbeschreibung geben.“ Der Dolmetscher habe dem Polizisten auch „einen Namen genannt, auf den diese Beschreibung passen könnte“, so Pfeiffer. Getoppt werde das Ganze dadurch, dass sich der Beamte daraufhin „irgendein einzelnes Foto beschafft“ habe und es dem Buben zwecks Identifizierung vorlegte. 

Ermittlungen beanstandet

Erst fünf Tage später habe die Kripo Landshut die Ermittlungen in der Sache aufgenommen. Auch hier „verliefen die Ermittlungen nicht beanstandungsfrei“, rügte die Kammer. Wichtige Zeugen im direkten Umfeld der Beteiligten seien nicht vernommen worden, wie etwa das 13-jährige Mädchen und seine Mutter. Auch bei der Kripo Landshut habe man sich erneut „auf die Dienste des zweifelhaften Dolmetschers verlassen“. 

Dabei habe der Geschädigte schon auf dem Heimweg von der Polizei auf dem Gelände der Asylunterkunft den Täter erkannt, der ihm über den Weg lief. 

Die Kammer vernahm schließlich das 13-jährige Mädchen erstmals. Die junge Zeugin bestätigt die Angaben ihres kleinen Freundes. Sie identifizierte zudem anhand von Fotos den Angeklagten als den Mann, vor dem sie der elfjährige Bub gewarnt hatte. Sie solle sich vor ihm hüten.

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